BaseGraph Pascal: die IDE(e)

Die Entwicklungsumgebung von BaseGraph Pascal orientiert sich in der Bedienung an bewährten Konzepten, wie man sie auch in anderen Programmierumgebungen wiederfindet (Nutzern von Delphi oder Visual Studio wird die BaseGraph Pascal Umgebung bald vertraut erscheinen).

Die dargestellten Elemente und deren Layout sind hingegen an die von BGP anvisierten Programmprojekte (Demos, Simulationen, kleine Spiele) angepasst, sodass solche Projekte wenig umständlich und beinahe interaktiv von der Hand gehen. BaseGraph Pascal versucht das folgende Bildschirmlayout unter verschiedenen Auflösungen beizubehalten, was auch auf exotischen Systemen meist recht gut gelingt - natürlich ist es auch möglich, sich den Desktop nach eigenen Vorstellungen zurechtzurücken.

1) Das Fenster in die 3D Welt

Dies ist die Ansicht der fertigen Applikation. BGP bietet in dieser Hinsicht echtes WYSIWYG, als die 3D Ansicht zu jedem Zeitpunkt den tatsächlichen Status des Programms widerspiegelt. Wenn gerade kein Programm läuft, ist diese Ansicht entweder leer - oder aber es wird eine (in Carad) vordefinierte Szene dargestellt, deren Shader und Objekte dann in einem BGP Programm anprogrammiert werden können.Besonders interessant ist es, OpenGL Programme im Einzelschritt durchzugehen, und die Auswirkungen der einzelnen Befehle 1 zu 1 in der 3D-Ansicht mit zu verfolgen - so etwas ist meines Wissens einzigartig in BaseGraph Pascal

 

2) Der Editor

Dies ist das Fenster mit dem BGP Programmierer die meiste Zeit verbringen werden - denn hier werden die Programme eingegeben. Neben "normalen" Funktionen, wie Copy&Paste bietet das Editorfenster Zeilennummerierung, Breakpoints (mit <STRG><B> direkt per Tastenkürzel definierbar) und Sprungmarken: mit <STRG><SHIFT> und "1".."9" können in jedem Editorfenster Sprungmarken definiert werden, zu denen mit <STRG> und "1".."9" dann auch schnell gewechselt werden kann, was insbesondere bei längeren Programmen sehr angenehm ist.

Der Editor stellt sämtliche Sourcedateien eines Projektes dar, neue "Seiten" können über das Hauptmenü (Projekt) oder dem Kontextmenü der Editorreiter erstellt, gelöscht oder umbenannt werden.

 

3) Die Debugausgabe

Sehr angenehm zum Programmieren ist es, wenn Statusmeldungen im laufenden Programm direkt ausgegeben und eingesehen werden können. Diese Möglichkeit bietet das Statusfenster, in dem auch Kompilermeldungen oder Fehler zu finden sind. Bei Kompilernachrichten kann mit einem Doppelklick in das entsprechende Programmfenster und -zeile gesprungen werden.

 

4) Das Watchfenster

Hier können im Einzelschrittbetrieb die Inhalte von Variablen eingesehen werden. Insbesondere bei komplexeren Programmen ist es oft lästig ein Programm umzuschreiben, dass es Nachrichten an die Debugausgabe sendet, sodass die Möglichkeit das Programm jederzeit unterbrechen zu können, um bestimmte Variablen einzusehen bei der Fehlersuche sehr nützlich ist.

 

5 und 6) Inspektor und Detailansicht

Für Einsteiger wahrscheinlich eher verwirrend, ist der Element/Klasseninspektor bei der tatsächlichen Programmierarbeit eine echte Hilfe, erlaubt er es doch, mit wenigen Mausklicks die genaue Schreibweise und/oder Parameter von Klassenmethoden oder Unterroutinen "nachzuschlagen", was oftmals zeitaufwändiges Durchwühlen der "echten" BaseGraph, ODE und OpenGL Hilfeseiten vermeiden hilft. Insbesondere also als Gedächtnisstütze anzusehen.